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Bundesliga | 34. Spieltag | 08.08.26 | SV Fuhlenbrock - Bonner SC 5:0 Dabei begann der Abend nicht etwa mit vorsichtigem Abtasten, wie es sich für ein letztes Saisonspiel gehört. Wilhelm Behrens hatte offenbar andere Pläne. Nach gerade einmal einer Minute traf der rechte Verteidiger zur Führung. Ein Verteidiger als Torschütze - Bonn dürfte sich kurz gefragt haben, ob die Positionsbezeichnungen im Spielberichtsbogen vertauscht worden waren. Die Antwort folgte fünf Minuten später: Nein, Fuhlenbrock war einfach hellwach. Nuno Fernandes erhöhte in der sechsten Minute nach Vorarbeit von Robert Sebo auf 2:0. Der linke Angreifer war damit noch nicht zufrieden und legte in der 28. Minute nach, diesmal vorbereitet von Rhys Hennessy. 3:0 - und der Bonner SC wirkte bereits so, als habe man ihm die Bedienungsanleitung für diesen Abend vorenthalten. "Wir wollten von Anfang an Druck machen", sagte Fuhlenbrocks Trainer Mike Lowrey nach dem Spiel. "Dass es dann so schnell zweimal geklingelt hat, war natürlich hilfreich. Für Bonn wahrscheinlich weniger." Der Bonner SC hatte zwar mehr vom Ball. 57,49 Prozent Ballbesitz standen am Ende zu Buche. Doch Ballbesitz ist bekanntlich keine Trophäe, sondern manchmal nur die elegante Art, einer Niederlage beim Entstehen zuzusehen. Fuhlenbrock kam auf 15 Torschüsse, Bonn auf genau einen. Peter Kohut gab in der 33. Minute den einzigen Bonner Versuch ab. Danach blieb es vor dem Fuhlenbrocker Tor auffällig ruhig - so ruhig, dass man beinahe den Eindruck gewinnen konnte, Garritt Van Antwerp im Tor habe einen besonders entspannten Arbeitstag erwischt. Kurz vor der Pause setzte Carlos Caneira den nächsten Stich. In der 44. Minute traf der Mittelstürmer nach Vorlage von Behrens zum 4:0. Fuhlenbrock ging damit mit einer Führung in die Kabine, bei der selbst die Halbzeitansprache des Trainers vermutlich auf einen Satz zusammenschrumpfen konnte: "Weiter so, aber bitte nicht übermütig werden." "Wir haben den Ball gehabt, aber Fuhlenbrock hatte die Ideen", räumte Bonns Trainer Harry Kane ein. "Das ist eine ziemlich unpraktische Kombination, wenn man ein Fußballspiel gewinnen möchte." Nach dem Seitenwechsel verwaltete Fuhlenbrock die Partie nicht einfach, sondern blieb gefährlich. Die Gastgeber spielten offensiv, suchten eher sichere Chancen als wilde Abschlüsse und setzten auf eine robuste, aggressive Zweikampfführung. Mit 59,75 Prozent gewonnener Zweikämpfe hatten sie auch körperlich die besseren Argumente. Owen Hannigan machte nach der Pause für Makar Ragulin Platz, später kamen Barend Vanderspeigle und Vincent Figo ins Spiel. Bonns Torwart Hanns Peter ersetzte in der 59. Minute Juan Alvar - eine Maßnahme, die angesichts von vier Gegentoren eher nach Schadensbegrenzung als nach taktischem Luxus aussah. In der 83. Minute war es schließlich Rhys Hennessy, der den Schlusspunkt setzte. Nach Zuspiel von Sebo traf der rechte Angreifer zum 5:0. Die Fuhlenbrocker Fans feierten, während auf Bonner Seite wohl jeder hoffte, dass der Schiedsrichter nicht auf die Idee kommen würde, noch eine Zugabe zu verlangen. "Fünf Tore, kein Gegentor - besser kann man einen Spieltag kaum beenden", sagte Hennessy. "Und ich glaube, heute haben sogar unsere Verteidiger Lust auf Angriff bekommen." So blieb am Ende nur eine Erkenntnis: Bonn hatte den Ball, Fuhlenbrock das Spiel - und Behrens, Fernandes, Caneira und Hennessy die Tore. Ein Saisonfinale mit klarer Rollenverteilung. geschniegelt war daran wenig, aber gnadenlos effizient war es allemal. 09.08.2026 06:02 |
Sprücheklopfer
Das habe ich ihm dann auch verbal gesagt.
Mario Basler