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2. Bundesliga | 8. Spieltag | 31.10.26 | Hamburger SC - TuS Hordel 2:0 Die Partie war gerade einmal drei Minuten alt, da durfte das Publikum bereits jubeln. Humberto Jordao traf für den Hamburger SC, nachdem Pala Memis an der Entstehung beteiligt war. Der 17-jährige zentrale Mittelfeldspieler belohnte damit einen Start, der so offensiv ausfiel, als hätte Happel seine Mannschaft versehentlich mit dem Pausenplan aufs Feld geschickt. Hamburg hatte von Beginn an mehr Ballbesitz, spielte allerdings nicht hektisch nach vorn. Die Gastgeber suchten den sicheren Weg in Richtung Tor, kombinierten ausgewogen und warteten geduldig auf Lücken. Hordel setzte dagegen auf lange Bälle und schnelle Gegenstöße. Das klang auf dem Papier nach einem Plan. Auf dem Rasen wirkte es gelegentlich eher wie die Hoffnung, dass der Ball irgendwann von allein ankommt. Die Zahlen bestätigten den Eindruck: 57,4 Prozent Ballbesitz für den Hamburger SC, 42,6 Prozent für die Gäste. Noch klarer war das Verhältnis bei den Torschüssen: Hamburg kam auf 17, Hordel auf fünf. William Hawn, Noah Paul und Humberto Jordao beschäftigten die Gästeabwehr immer wieder. Hawn prüfte Hordels Defensive mehrfach, Jordao tauchte auffällig oft in gefährlichen Räumen auf. Hordel kam durch Christian Engelhardt und Maximilian Klug zu einzelnen Abschlüssen, blieb dabei aber ohne den entscheidenden Nachdruck. "Wir wollten nach dem frühen Tor nicht wild werden", lautete eine sinngemäße Einschätzung von Trainer Bernd Happel nach dem Spiel. "Das ist uns meistens gelungen. Manchmal sogar so sehr, dass man uns vorwerfen könnte, wir hätten den Puls des Spiels mit einem Taschenrechner gemessen." Der Hamburger Coach durfte zufrieden sein: Seine Mannschaft blieb offensiv ausgerichtet, suchte gute Chancen und verlor dabei nicht die Kontrolle. Zur Pause führte Hamburg 1:0. In der Halbzeit wechselte Happel im Tor Jose Maria Tonel aus und brachte Roger Abbadie. Auch TuS Hordel reagierte doppelt: Kay Fuhrmann ersetzte Harald Anders, Paul Witte kam für Karsten Runge, zudem wurde Lukas Römer für Christian Engelhardt eingewechselt. Ein kräftiger Eingriff - allein, der gewünschte Wirkungsschub blieb zunächst aus. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Hamburg den Druck. Jordao kam in der 46. und 47. Minute zu Abschlüssen, später versuchten es Hawn, Harold Landseer und erneut der unermüdliche Jordao. Hordel verteidigte tapfer, wurde aber zunehmend in die eigene Hälfte gedrängt. Die Gäste hatten ihre stärkste Phase zwischen der 63. und 72. Minute, als Klug und Christopher Hansen zum Abschluss kamen. Mehr als ein kurzes Aufflackern war das jedoch nicht. Hamburg blieb überlegen, auch wenn der zweite Treffer lange auf sich warten ließ. Minos Alexiou wurde in der 67. Minute durch Philip Chalaskiewicz ersetzt, Knut Moeller war bereits zuvor für Yannick Hamann gekommen. Hordel fand keinen Weg, den Hamburger Rhythmus nachhaltig zu stören. Die Zweikampfquote von 55,8 Prozent für die Gastgeber passte zum Bild: Hamburg war nicht brutal, aber konsequent genug. Dann lief bereits die Nachspielzeit. In der 94. Minute schlug Phillip Hase zu und stellte nach Vorlage von Bünyamin Zan auf 2:0. Die Partie war damit entschieden - falls daran überhaupt noch jemand gezweifelt hatte, außer vielleicht einem besonders optimistischen Hordeler Fan. "Wir haben lange dagegengehalten, aber Hamburg hatte mehr Lösungen", wäre die sinngemäße Bilanz von TuS-Trainerin Ute Finkeldy. Am Ende blieb Hordel ohne Tor, Hamburg ohne größere Aufregung und das Publikum mit drei Punkten. Fußball kann manchmal erstaunlich einfach sein: früh treffen, viel schießen, sauber verteidigen - und ganz spät noch einmal daran erinnern, wer hier eigentlich gewinnen wollte. 02.11.2026 09:35 |
Sprücheklopfer
Ich freue mich, meine ehemaligen Spieler später irgendwo auf der Welt wiederzutreffen. Oder in der Schweiz.
Köbi Kuhn, Nationaltrainer Schweiz