Sportecho
+++ Sportzeitung für Deutschland +++

Hansa Rostock fegt Rosenheim mit 4:1 vom Ostseerasen

Bundesliga | 8. Spieltag | 12.07.26 | Hansa Rostock - TSV Rosenheim 4:1

Wenn man an einem lauen Sommerabend an die Ostsee reist, erwartet man vielleicht Möwengeschrei, Bratwurstduft und ein leichtes Lüftchen - nicht aber ein Fußballgewitter, das TSV Rosenheim am 8. Bundesliga-Spieltag voll traf. Hansa Rostock gewann vor 31 538 euphorisierten Zuschauern in der heimischen Arena mit 4:1, ein Ergebnis, das deutlicher klingt, als es in den Zahlen steht, aber genauso schmeckt, wie Trainer Marko Maniurka es sich gewünscht haben dürfte.

Der Held des Abends? Ganz klar Owen Ireland. Der 29-jährige Rechtsaußen erzielte gleich drei Treffer (10., 23., 36.) und sah dabei aus, als hätte er den Ball an einem Magneten befestigt. "Ich wollte nur Spaß haben - und der Ball anscheinend auch", grinste Ireland nach dem Spiel, während er mit dem Spielball unter dem Arm aus der Kabine kam. Seine Teamkollegen nannten ihn später scherzhaft "Owen Island", weil er Rosenheims Abwehr fast im Alleingang isolierte.

Dabei begann das Spiel gar nicht so einseitig, wie das Endergebnis vermuten lässt. Schon in der ersten Minute prüfte Rosenheims Enzo Piane Hansas Keeper Fabio Veloso mit einem strammen Schuss - und der Rostocker Torwart musste sich strecken, um überhaupt wach zu bleiben. Doch kaum zehn Minuten später drehte Ireland das Spiel in die Richtung, aus der Rosenheim nie wieder herausfand. Nach feinem Zuspiel von Dylan Stanton zog der Flügelstürmer ab - 1:0.

Rosenheim wollte sofort antworten, doch Hansa blieb eiskalt. Wieder Ireland, diesmal nach Pass von Carlos Ibano - 2:0. "Wir haben uns in der Anfangsphase überrollen lassen", gestand TSV-Trainer Simon Baudach später und fügte mit Galgenhumor hinzu: "Vielleicht hätten wir vor dem Spiel lieber den Bus parken sollen - im Strafraum, versteht sich."

Kurz darauf keimte Hoffnung: Bernardo Rielo, eigentlich linker Verteidiger, traf in der 24. Minute nach Vorlage von Enzo Piane zum 2:1. Der Gästeblock jubelte, der Stadionsprecher verschluckte sich fast am Mikro, und kurz schien das Spiel wieder offen. Doch dann kam wieder dieser Ireland, in der 36. Minute mit seinem dritten Streich - und Rosenheims zartes Pflänzchen Hoffnung verdorrte im salzigen Küstenwind.

Die zweite Halbzeit begann mit zwei Wechseln bei den Gästen, Baudach brachte frische Leute, darunter Önder Bilgin und den jungen Luca Cariati. "Wir wollten mehr Präsenz im Mittelfeld", erklärte der Coach - und meinte wohl: irgendwas muss man ja tun. Tatsächlich kam Rosenheim zu Chancen, 15 Torschüsse insgesamt, mehr als Rostock (12). Doch Effizienz bleibt eben kein Statistikwert, sondern eine Charakterfrage.

In der 57. Minute sorgte Anatoli Babinow endgültig für klare Verhältnisse. Nach Vorarbeit von Max Thomas traf der bullige Linksaußen humorlos zum 4:1. Danach war die Messe gelesen, und Rosenheim konnte froh sein, dass Hansa den Fuß vom Gas nahm. Nur einmal wurde es noch brenzlig, als Detlev Stein in der 77. Minute knapp vorbeischoss - doch Veloso schaute dem Ball gelassen hinterher, als wüsste er, dass heute nichts mehr anbrennen würde.

Die Statistik sagt: 53 Prozent Ballbesitz für Hansa, 47 für Rosenheim. Eine Zweikampfquote, die so ausgeglichen war wie ein Seiltänzer im Sturm (49,7 zu 50,3 Prozent). Doch auf der Anzeigetafel zählte allein das 4:1.

"Wir haben das Spiel über die Flügel dominiert, genau wie geplant", erklärte Trainer Maniurka später, während hinter ihm ein Fan mit einem Plakat winkte: "Owen Ireland for President". Der Coach lachte: "Solange er bei uns unterschreibt, darf er auch Präsident werden."

Rosenheims Kapitän Zoltan Detari suchte nach Worten und fand nur ein Achselzucken: "Wir haben viel versucht, aber Hansa war einfach schneller, wacher, bissiger. Und Ireland - na ja, der hätte heute auch mit verbundenen Augen getroffen."

Als das Stadionlicht langsam erlosch und der Ostseewind über die leeren Ränge zog, blieb der Eindruck eines Abends, an dem alles passte: ein Dreierpack, ein voller Gästeblock, und ein Hauch Nostalgie, als die Fans "Ostsee, wir lieben dich!" sangen.

Und irgendwo in der Kabine, so munkelt man, soll Owen Ireland leise gesagt haben: "Schade, dass man nur drei Tore machen kann, bevor sie anfangen, einem den Ball wegzunehmen."

Man kann das als Arroganz deuten - oder einfach als Ehrlichkeit nach einem perfekten Fußballabend.

12.07.2026 21:13
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien!
Andreas Möller
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager