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Hansa Rostock sticht TuS Hordel mit 2:0 aus - Ireland trifft doppelt

Es war ein Montagabend, der die Rostocker Seele wärmen sollte - und das nicht etwa wegen der Temperaturen an der Ostsee, sondern wegen einer Mannschaft, die endlich wieder zeigte, wie man Fußball spielt. Vor 24.827 Zuschauern im Ostseestadion gewann Hansa Rostock zum Auftakt der Zweitliga-Saison 2026/27 souverän mit 2:0 gegen den tapferen, aber chancenarmen Außenseiter TuS Hordel.

Von Beginn an war klar: Hier spielt ein Zweitligist gegen einen ambitionierten Regionalligisten, der sich vorgenommen hatte, wenigstens nicht unterzugehen. Hansa übernahm sofort das Kommando, als wolle man das Spielfeld in Blau-Weiß einfärben. Torvald Koch prüfte den Hordeler Keeper bereits in der ersten Minute - ein Weckruf, der wohl eher beim Publikum als bei der Defensive der Gäste ankam.

"Ich hab’ den Ball kaum gesehen, da war er schon wieder da", stöhnte Hordels Abwehrchef Klaus Merkel nach dem Spiel. Seine Miene sagte, was das Ergebnis bestätigte: Es war ein langer Abend für die Grün-Weißen.

Mit 62 Prozent Ballbesitz und insgesamt 20 Torschüssen rollte Angriff auf Angriff in Richtung des Hordeler Strafraums. Besonders aktiv: Felix Schüler, der über die linke Seite wirbelte, flankte, flankte - und irgendwann wohl dachte, er habe eine Dauerkarte im gegnerischen Sechzehner.

In der 31. Minute wurde die Überlegenheit endlich in Zahlen gegossen. Kacper Willimowski steckte den Ball klug durch, und Owen Ireland tauchte völlig frei vor Torwart Davide Lorenzo auf. Ein kurzer Blick, ein trockener Schuss ins linke Eck - 1:0. Das Stadion tobte, und Ireland grinste später: "Ich hab einfach gehofft, dass ich nicht wieder den Pfosten treffe. Diesmal war er nett zu mir."

TuS Hordel versuchte sich danach an Kontern - ein tapferes, aber zumeist theoretisches Unterfangen. Einmal, in der 40. Minute, durfte Andre Lange kurz hoffen, als er aus spitzem Winkel abschloss. Doch Hansa-Keeper Marko Pivaljevic musste kaum die Handschuhe schmutzig machen.

Mit dem 1:0 ging es in die Pause, und Trainer Marko Maniurka wirkte zufrieden. "Wir hätten schon 3:0 führen können, aber man muss die Jungs ja auch mal was für die zweite Halbzeit übrig lassen", sagte er schmunzelnd im Halbzeitinterview.

Nach dem Wechsel schien Hansa den Satz wörtlich genommen zu haben. Kaum war wieder angepfiffen, kombinierte sich das Heimteam über links nach vorn, Schüler setzte Ireland in Szene - und der Ire (der Name verpflichtet) schob eiskalt zum 2:0 ein (48.). Hordels Torwart Kay Fuhrmann, der zur Pause den jungen Lorenzo ersetzt hatte, blieb ohne Chance.

"Ich dachte, der Ball kommt quer - und dann war er schon drin", murmelte Fuhrmann hinterher, während Trainerin Ute Finkeldy an der Seitenlinie energisch klatschte, als wolle sie das Ergebnis noch umlenken. "Wir wollten mutig bleiben", sagte sie später, "aber gegen so eine Ballsicherheit kann man nur hoffen, dass sie müde werden. Das sind sie leider nicht geworden."

Hansa ließ den Ball laufen, schaltete aber auch einen Gang zurück. Das Publikum forderte ein drittes Tor, bekam dafür aber immerhin ein paar Kunststücke von Leo Grenier und eine gelbe Karte für den übermotivierten Hordeler Marwin Rodriguez (78.).

Die Schlussphase glich dann einem gepflegten Schaulaufen. Owen Ireland hatte sogar die Chance auf seinen Hattrick, doch sein Schuss in der 86. Minute strich knapp vorbei. "Ich wollte mal was für die Spannung tun", witzelte er später.

Statistisch war das Spiel eine klare Angelegenheit: 20 zu 3 Schüsse, 58 Prozent gewonnene Zweikämpfe und ein Ballbesitz, der zeitweise an Handball erinnerte. Hansa agierte taktisch ausgewogen, spielte geduldig statt wild - ein Stil, den Trainer Maniurka als "kontrollierte Leidenschaft" bezeichnete.

TuS Hordel dagegen blieb seiner Linie treu: offensive Grundordnung, lange Bälle, auf Konter lauernd. Doch ohne Durchschlagskraft verpuffte die Idee meist an der Mittellinie.

Als der Schlusspfiff ertönte, war die Sache klar: Rostock hatte den Pflichtsieg souverän eingefahren, während Hordel immerhin an Erfahrung gewann - und vielleicht auch an Muskelkater.

"Das war erwachsen, aber nicht überheblich", lobte Maniurka sein Team. "Wenn wir so weitermachen, müssen wir uns vor niemandem verstecken."

Und so verließ das Publikum zufrieden das Stadion, während ein älterer Fan auf der Tribüne summte: "Endlich wieder Hansa, wie man es sehen will." Ein bisschen Pathos darf ja sein - schließlich war es der perfekte Saisonauftakt an der Küste.

21.11.643993 17:20
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Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger Arsch sein!
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