// Startseite
| Sportecho |
| +++ Sportzeitung für Deutschland +++ |
|
|
|
Pokal | 1. Runde | 22.09.26 | TuS Hordel - Aschaffenburg 3:0 Vor 35.400 Zuschauern begann die Partie um 19 Uhr mit einem Gastgeber, der seine taktische Marschroute nicht lange geheim hielt. Hordel spielte offensiv, suchte den Konter und schlug bevorzugt mit langen Bällen hinter die Abwehr. Aschaffenburg dagegen versuchte es ausgewogen, mit kontrolliertem Passspiel und ohne aktives Pressing. Das klingt auf dem Papier vernünftig. Auf dem Platz wirkte es zunächst eher so, als hätte Hordel die Gebrauchsanweisung gelesen - und Aschaffenburg nur den Umschlag. Schon in der zweiten Minute prüfte Fynn Huber den Gästekeeper Alf Johnsen, zwei Minuten später gleich noch einmal. Hordel blieb hungrig, Tim Pfeiffer schaltete sich ebenfalls mehrfach ein. Aschaffenburg kam zwar durch Guillaume Weiss und Alejandro Ferreira zu eigenen Abschlüssen, doch die Gastgeber wirkten zielstrebiger und unangenehm direkt. In der 33. Minute war es schließlich so weit: Vincent Albinana setzte Tim Pfeiffer in Szene, der zum 1:0 traf. Ein Treffer mit Ansage - und gewissermaßen die logische Belohnung für die bis dahin deutlich gefährlichere Mannschaft. "Wir wollten nicht erst höflich anklopfen", sagte Trainerin Ute Finkeldy später sinngemäß. "Wir wollten, dass Aschaffenburg sofort weiß, warum heute 35.400 Leute gekommen sind." Die Antwort der Gäste blieb aus. Stattdessen erhöhte Huber nur zwei Minuten später auf 2:0. Der Mittelstürmer hatte bereits zuvor mehrfach auf das Tor geschossen und bewies nun, dass Ausdauer im Pokal manchmal tatsächlich belohnt wird. Als Huber in der 42. Minute erneut traf, war die Begegnung praktisch entschieden. Olav Anders lieferte die Vorarbeit, Huber blieb cool - und Aschaffenburg durfte sich in der Pause mit der unangenehmen Frage beschäftigen, warum man trotz 51,5 Prozent Ballbesitz drei Tore hinten lag. "Wir hatten den Ball öfter, aber Hordel hatte offenbar die besseren Ideen, was man damit macht", soll Aschaffenburgs Trainer nach dem Spiel eingeräumt haben. Es war eine bemerkenswert ehrliche Analyse und vermutlich der kurzweiligste Moment in der Gästekabine. Nach dem Seitenwechsel bemühte sich Aschaffenburg um Schadensbegrenzung. Theo Auch und Lionel Pacos kamen noch zu Abschlüssen, doch Hordel verteidigte konzentriert. Insgesamt verzeichneten die Gastgeber 19 Torschüsse, Aschaffenburg lediglich sechs. Auch in den Zweikämpfen hatte Hordel mit einer Quote von 56,2 Prozent die Nase vorn. Der Pokal ist schließlich kein Ballbesitzseminar. Hordel blieb offensiv gefährlich, ohne unnötig ins Risiko zu gehen. In der 83. Minute musste Marwin Rodriguez nach einer Verletzung vom Feld; Joshua Klein kam für ihn in die Partie. Danach verwaltete der TuS den Vorsprung routiniert. Ernst Kunkel und Pfeiffer sorgten in der Schlussphase noch einmal für Unruhe, während Aschaffenburg vergeblich nach dem Anschluss suchte. Am Ende blieb es beim 3:0. Huber war mit zwei Treffern der Mann des Abends, Pfeiffer eröffnete den Torreigen. Trainerin Finkeldy konnte zufrieden bilanzieren: "Wir haben unsere Chancen genutzt und hinten nichts verschenkt." Ein Satz, der im Pokal selten spektakulär klingt, aber meistens ziemlich gut endet. 23.09.2026 07:32 |
Sprücheklopfer
Meine Frau und ich, wir sind jetzt seit zwei Jahren verheiratet und bei uns läuft alles gut.
Mehmet Scholl ausweichend auf die Frage, wann ihm Rehagel denn mitgeteilt habe, dass er wieder nur Ersatzspieler sein werde