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2. Bundesliga | 17. Spieltag | 03.10.26 | TuS Hordel - SC Weimar 3:4 Dabei begann die Partie um 20.30 Uhr mit einem Weimarer Warnschuss durch Detlev Hanke nach gerade einmal einer Minute. Hordel antwortete mit langen Bällen und dem offensiven Konterplan, den Trainerin Ute Finkeldy ihrer Mannschaft mitgegeben hatte. In der 14. Minute wurde dieser Ansatz belohnt: Vincent Albinana bediente Tim Pfeiffer, der den Ball zur 1:0-Führung einschob. "Ich dachte kurz, der Ball sei noch unterwegs", soll Finkeldy später mit einem Lächeln gesagt haben. Er war es nicht. Er war im Netz. Hordel blieb am Drücker, und Ernst Kunkel erhöhte in der 27. Minute nach Vorlage von Olav Anders auf 2:0. Die Gastgeber hatten nun das Spiel und mit 59,5 Prozent Ballbesitz auch statistisch die Hoheit über das Geschehen. Fußball ist allerdings eine jener Sportarten, in denen man den Gegner nicht automatisch besiegt, nur weil man häufiger den Ball berührt. Weimar benötigte zwei Minuten, um daran zu erinnern: Walter Schreiner verkürzte in der 29. Minute auf 1:2. Zur Pause durfte Hordel trotzdem zufrieden sein. Elf Torschüsse standen am Ende zu Buche, Weimar kam auf 13. Die Gäste spielten kontrolliert, kombinierten geduldig und schossen - ganz im Sinne ihrer Vorgabe - eher auf gute Chancen als aus jeder denkbaren Entfernung. Hordel hingegen blieb bei langen Zuspielen und schnellen Gegenstößen. Eine Strategie, die bis dahin funktionierte. Wie ein Regenschirm bei Sonnenschein: nicht unbedingt notwendig, aber angenehm, solange niemand die Wettervorhersage ändert. Diese Änderung kam unmittelbar nach dem Seitenwechsel. In der 50. Minute glich Detlev Hanke nach Zuspiel von Tomasz Dumont aus. Nur zwei Minuten später drehte Dumont die Partie selbst: Nach Vorarbeit von Georg Simon traf der Weimarer zum 3:2. Aus Hordels komfortabler Führung war plötzlich ein Rückstand geworden - und aus dem gemütlichen Fußballabend ein ausgewachsenes Drama. Die Gastgeber schlugen allerdings zurück. In der 56. Minute erzielte Kunkel nach erneutem Zuspiel von Anders seinen zweiten Treffer des Abends und stellte auf 3:3. Hordel hatte nun sogar wieder Oberwasser, doch dann wurde es ungemütlich: Detlev Foerster sah in der 60. Minute die Rote Karte. Hordel musste die letzten 30 Minuten in Unterzahl bestreiten. Nico Blum kassierte wenig später Gelb, während Weimar mit frischen Kräften reagierte. "Wir wollten mutig bleiben", wurde Weimars Trainer Pino Zimmermann nach dem Spiel zitiert. Mutig blieb vor allem seine Mannschaft. In der 78. Minute musste Hanke verletzt vom Feld, doch Weimar drängte weiter. In der 84. Minute traf der eingewechselte Timm Wegner nach Vorlage von Björn Schöne zum 4:3. Hordel warf noch einmal alles nach vorn, doch selbst Valentes später Versuch brachte keine Wende. So blieb Trainerin Finkeldy am Ende nur die bittere Erkenntnis: "Wir hatten den Ball, die Führung und zwischendurch sogar die bessere Laune." Weimar hatte dafür die Tore. Und im Fußball ist das leider noch immer die statistische Kategorie, die sich am schwersten wegdiskutieren lässt. 06.10.2026 11:25 |
Sprücheklopfer
Kritik macht mich nur noch stärker. Wenn mich in Dortmund von 55 000 Zuschauer 50 000 hassen, mir am liebsten ein Bein abhacken würden, mich mit 'Arschloch' begrüßen, dann fühle ich mich wie Arnold Schwarzenegger gegen den Rest der Welt. Das ist geil für mich.
Mario Basler