Sportecho
+++ Sportzeitung für Deutschland +++

Leverkusen verabschiedet sich mit Feuerwerk - 3:2 gegen tapfere Hannoveraner

Es war ein lauer Sommerabend am 34. Spieltag der 1. Liga Deutschland, doch auf dem Rasen des mit 43.993 Zuschauern gefüllten Stadions in Leverkusen ging es heiß her. Der SVB Leverkusen krönte seine Saison mit einem 3:2-Heimsieg gegen ein wacker kämpfendes Hannover - ein Spiel, das an Dramatik, Kuriositäten und Zitaten kaum zu überbieten war.

Bereits nach fünf Minuten brandete Jubel im Gästeblock auf: Giorgio Alberti, Hannovers bulliger Mittelstürmer, nutzte die erste Unachtsamkeit der Leverkusener Hintermannschaft eiskalt aus. Nach feinem Zuspiel von Vicente Bermudez zimmerte er den Ball aus zwölf Metern unter die Latte - 0:1. "Ich hatte einfach Lust, mal wieder einen Sonntagsschuss an einem Donnerstagabend abzufeuern", grinste Alberti später in die Mikrofone.

Leverkusen wirkte überrumpelt, aber keineswegs geschockt. Trainer Meister Leverkusen, der seinem Namen an diesem Abend wieder alle Ehre machte, schrie von der Seitenlinie: "Ruhe bewahren, Jungs! Wir können auch nach fünf Minuten noch Meister werden, theoretisch zumindest!" Und tatsächlich: Die Gastgeber übernahmen mit 60 Prozent Ballbesitz schnell das Kommando, ließen Ball und Gegner laufen, nur der Ertrag wollte sich zunächst nicht einstellen.

Kurz vor der Pause dann der Lohn der Mühen: In der 45. Minute traf Damir Komljenovic nach Vorarbeit des quirlig aufspielenden Pascal Duchesne zum Ausgleich. Der Ball zappelte im Netz, und Leverkusens Trainer klatschte so euphorisch, dass sein Notizblock in hohem Bogen davonflog. "Das war pure Erleichterung", gab er später zu. "Ich hatte schon überlegt, ob ich im Sommer auf Yoga umsteige."

Mit dem 1:1 ging es in die Pause, begleitet von einem Pfeifkonzert der Hannover-Fans, die wohl ahnten, dass ihre Mannschaft die Führung nicht halten würde. Daniel Dietrich, der Coach der Gäste, zeigte sich trotzdem kämpferisch: "Wir wollten weiter mutig sein - und vielleicht den Ball auch mal länger als zehn Sekunden behalten."

Sechs Minuten nach Wiederanpfiff erfüllte sich Leverkusens Drang nach vorne: Dorinel Piturca traf in der 51. Minute nach feinem Zuspiel von Mittelstürmer Miroslav Ljuboja. Das 2:1 war zu diesem Zeitpunkt hochverdient - 22 Torschüsse insgesamt sollten am Ende für die Hausherren zu Buche stehen, während Hannover mit elf Versuchen vorliebnehmen musste.

Doch Hannover gab nicht auf. Alberti, der an diesem Abend scheinbar zwei Lungen hatte, schlug in der 62. Minute erneut zu. Nach einer Ecke von William Neville stieg er am höchsten und köpfte zum 2:2 ein. "Ich habe einfach gehofft, dass mein Friseur das sieht", witzelte der Doppeltorschütze später.

Das Spiel stand auf Messers Schneide, Leverkusen drückte, Hannover lauerte. In der 67. Minute kam es zu einer unschönen Szene: Guillermo Assis blieb nach einem Zweikampf liegen, musste verletzt raus. Während Dietrich noch gestikulierte, nutzte Leverkusen die Unordnung - und nur eine Minute später schlug wieder Dorinel Piturca zu. Erneut nach Vorlage von Ljuboja, diesmal trocken ins linke Eck. 3:2, das Stadion bebte.

"Miro hat mir den Ball auf dem Silbertablett serviert", sagte Piturca später, "ich musste nur noch an den Nachtisch denken - das Tor." Ljuboja grinste verschmitzt: "Ich habe gesagt, er soll endlich treffen, sonst lauf ich selbst bis zum Torwart."

In der Schlussphase warf Hannover noch einmal alles nach vorne, wechselte offensiv, doch der Ausgleich blieb aus. Alberti sah in der 50. Minute Gelb, arbeitete aber bis zur letzten Sekunde - der Mann war für einen Moment überall: Stürmer, Verteidiger, Wasserträger.

Als Schiedsrichterin Julia Kahl nach 93 Minuten abpfiff, sanken beide Teams auf den Rasen. Leverkusen hatte gewonnen, Hannover verloren, aber beide hatten gekämpft, als gäbe es noch etwas zu retten. "Ein würdiger Abschluss", resümierte Coach Leverkusen. "Wir haben gezeigt, dass wir Fußball spielen können - manchmal sogar schön."

Und Hannover? Trainer Dietrich nahm es mit Galgenhumor: "Wir haben zweimal geführt. Das ist so, als ob man zweimal Lotto spielt und beide Lose verbrennt."

Vielleicht war das das Beste an diesem Abend: Beide Mannschaften zeigten Charakter, Herz und eine Portion Selbstironie - Dinge, die Statistiken nie ganz abbilden können.

Zum Schluss blieb nur der Applaus der 43.993 Zuschauer, ein leuchtender Sommerhimmel - und das Gefühl, Zeuge eines Spiels gewesen zu sein, das man so schnell nicht vergisst.

Oder, wie ein Fan beim Hinausgehen sagte: "3:2, fünf Tore, keine Langeweile - Fußball kann so einfach sein."

03.07.2026 09:03
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Kameradschaft ist, wenn der Kamerad schafft.
Mehmet Scholl
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager