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2. Bundesliga | 12. Spieltag | 28.09.26 | Weiler im Allgäu - FC München 2:3 Um 20.30 Uhr war die Partie kaum angepfiffen, da lag der Ball bereits im Netz der Weilerer. In der siebten Minute traf Marcio Forque nach Vorlage von Walther Rodriguez. Der FC spielte offensiv, mit hoher Aggressivität und erstaunlicher Zielstrebigkeit - also ungefähr so, wie man es sich von einer Mannschaft wünscht, die nicht vorhat, den Abend mit einem gemütlichen Spaziergang durch die gegnerische Hälfte zu verbringen. Weiler im Allgäu kam durch Kevin Hübner zu einer ersten Möglichkeit, doch insgesamt bestimmte München das Geschehen. Die Gäste hatten 59,2 Prozent Ballbesitz und gaben 14 Torschüsse ab, während Weiler auf sieben kam. In der 26. Minute erhöhte Nevio Kaiser auf 2:0, erneut war Rodriguez der Vorbereiter. Der Münchner Mittelfeldspieler sammelte damit früh seinen zweiten Assist - offenbar hatte er beschlossen, an diesem Abend nicht nur mitzuspielen, sondern gleich die gesamte Bedienungsanleitung für den Angriff zu liefern. Kurz vor der Pause schlug Kaiser erneut zu. In der 44. Minute verwertete der Rechtsaußen eine Vorlage von Forque zum 3:0. Doppelpack, klare Angelegenheit, alle Zeichen auf Heimsieg für München. Auf der Tribüne dürfte zu diesem Zeitpunkt der eine oder andere Weilerer Zuschauer bereits überlegt haben, ob es im Stadion eigentlich auch eine vorzeitige Abreise mit Rückerstattung gibt. Doch Fußball ist bekanntlich die Sportart, in der eine komfortable Führung vor allem bedeutet, dass man später besonders nervös werden kann. Weiler kam deutlich entschlossener aus der Kabine. Yannik Arnold verkürzte in der 57. Minute nach Zuspiel von Heinrich Foerster auf 1:3. Trainer Mino Raiola reagierte mit einem Dreifachwechsel, offenbar in der Hoffnung, der Mannschaft damit auch gleich etwas zusätzliche Ordnung zu verpassen. München blieb zwar gefährlich und kam weiterhin zu Chancen, doch die Partie kippte. In der 71. Minute erzielte Carsten Vetter nach Vorlage von Dimas Allegri das 2:3. Plötzlich war aus dem sicheren Vorsprung ein dünnes Stück Papier geworden. Die Gastgeber drängten, München verteidigte, und irgendwo am Spielfeldrand dürfte ein Münchner Betreuer vorsichtshalber aufgehört haben, auf die Uhr zu schauen - aus Angst, sie könnte zurücklaufen. Auch die Schlussphase blieb hektisch. Vier Gelbe Karten wurden verteilt: Elias Adler sah seine Verwarnung in der 49. Minute, für Weiler folgten Bernd Jahn, Juergen Berg und Heinrich Foerster. Die Zweikampfquote sprach knapp für München, 52,5 zu 47,5 Prozent. Dennoch hatte Weiler nun das Publikum hinter sich und war dem Ausgleich näher, als es der Spielverlauf der ersten Halbzeit vermuten ließ. "Jetzt bloß keinen Unsinn mehr", könnte ein Münchner Fan in der Schlussphase gerufen haben - eine fiktive, aber vermutlich sehr realistische Szene. Trainer Franz Kuntz dürfte innerlich ähnlich gedacht haben. Am Ende rettete der FC München das 3:2 über die Zeit. Weiler bewies Moral, München Effizienz - und beide Mannschaften, dass ein Fußballspiel erst nach 90 Minuten wirklich vorbei ist.大小规律 28.09.2026 23:36 |
Sprücheklopfer
Ha, auch Walter!
Fritz Walter Junior auf die Frage, wie denn seine Frau heißt