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Osnabrück gewinnt spektakuläres 5:4 in Bonn - ein Fußballabend voller Drama

Was für ein Fußballfest am 5. Spieltag der 1. Liga Deutschland! 35.092 Zuschauer im Bonner Stadion sahen ein Spiel, das man am besten mit drei Worten beschreiben kann: wild, emotional, unberechenbar. Am Ende triumphierte Osnabrück mit 5:4 beim Bonner SC - und wer zu spät kam, hat vermutlich drei Tore verpasst.

Schon in der 17. Minute legte Osnabrück los, als Marvin Kroll nach feinem Zuspiel von Klaus Kirchner den Ball humorlos in den Winkel drosch. "Ich hab einfach mal draufgehalten", grinste Kroll später. "Wenn ich überlege, hätt ich ihn wahrscheinlich versemmelt."

Doch Bonn ließ sich nicht lange bitten. In der 42. Minute brachte Pascal Grenier die Gastgeber nach einem Eckball zurück ins Spiel. Nur drei Minuten später drehte Freddie Hiliard mit einem platzierten Abschluss den Spieß um - 2:1 zur Pause! Trainer Lukas Teuber klatschte an der Seitenlinie so heftig, dass sein Notizblock in hohem Bogen davonschwebte. "Das war Leidenschaft pur - und vielleicht ein bisschen Glück", gab er später zu.

Direkt nach Wiederanpfiff schien Bonn alles klarzumachen: Rechtsverteidiger Tiago Pacos, offenbar inspiriert von seiner eigenen Flanke, traf in der 47. Minute zum 3:1. Das Stadion bebte - doch Osnabrück blieb stoisch. Kaum vier Minuten später verkürzte der junge Liam Wahl nach Kirchners Vorlage auf 3:2. Ein Tor, das Mut machte, auch wenn Wahl kurz darauf verletzt vom Platz musste. "Ich hab mich beim Jubeln verhoben", scherzte der 21-Jährige tapfer mit Eisbeutel am Knie.

Und dann kam wieder Kroll. In der 63. Minute schlug der Osnabrücker Mittelfeldmotor erneut zu, diesmal nach einer Ecke von Dirk Mai - Ausgleich! Währenddessen sah Kroll Gelb für ein ruppiges Einsteigen, was seine Laune keineswegs trübte. "Ich wollte nur den Ball", behauptete er mit einem Zwinkern.

Der Bonner SC antwortete sofort. Ignacio Barbosa, der über die rechte Seite wirbelte wie ein aufgezogener Ventilator, brachte die Gastgeber in der 70. Minute wieder in Führung. Adamantios Manos hatte den Ball butterweich serviert - 4:3! Doch wer dachte, das Spiel sei entschieden, hat den Fußball nie wirklich verstanden.

Osnabrück wechselte gleich dreifach in der 60. Minute, und diese frischen Beine zahlten sich aus. Der 18-jährige Patrick Herrmann, gerade erst eingewechselt, zimmerte in der 78. Minute den Ball zum 4:4 unter die Latte. "Ich hab gar nicht nachgedacht - vielleicht war das das Geheimnis", meinte der Teenager später verschmitzt.

Aber das große Drama kam in Minute 90: Gustav Greiner, ebenfalls eingewechselt, tankte sich rechts durch und legte quer auf Torsten Reiter. Der blieb eiskalt - 5:4! Während die Bonner Fans kollektiv die Luft anhielten, rannte Reiter jubelnd Richtung Gästeblock, wo Coach Carsten Baumann mit einem faustgroßen Grinsen wartete. "Ich hab den Jungs gesagt, sie sollen bis zur letzten Sekunde an sich glauben", erklärte Baumann später. "Dass sie’s so wörtlich nehmen, überrascht mich aber trotzdem."

Die Zahlen erzählten eine andere Geschichte: 56,8 Prozent Ballbesitz, 18 Torschüsse für Bonn - und trotzdem null Punkte. Osnabrück traf bei 13 Versuchen fünfmal. Effektivität in Reinform, oder wie Trainer Teuber trocken kommentierte: "Wir haben schön gespielt, sie haben gewonnen - das ist dann wohl Fußball."

In den letzten Minuten versuchte Bonn noch einmal alles. Hiliard prüfte Osnabrücks Keeper Karl Wagner in der Nachspielzeit, doch der junge Torwart hielt sensationell. "Ich hab einfach gehofft, dass er mich trifft", grinste Wagner nach Schlusspfiff.

So blieb es beim 5:4-Auswärtssieg - ein Spiel, das in die Kategorie "man weiß gar nicht, wo man anfangen soll" fällt. Osnabrück klettert damit in der Tabelle weiter nach oben, während Bonn sich fragt, wie man vier Tore schießen und trotzdem verlieren kann.

Am Ende blieb den Bonner Fans nur der Applaus - und das Gefühl, Zeugen eines dieser seltenen Abende gewesen zu sein, an denen Fußball keine Logik braucht. "Wenn man so verliert, kann man wenigstens sagen: Es war spektakulär", meinte Kapitän Hiliard mit einem bitteren Lächeln.

Vielleicht das schönste Kompliment kam von einem kleinen Jungen im Bonner Trikot auf der Tribüne, der beim Abpfiff rief: "Papa, können wir das morgen nochmal gucken?" - Man kann ihm keinen Vorwurf machen. Dieses Spiel wird man so schnell nicht vergessen.

06.03.643987 10:32
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Speziell in der zweiten Halbzeit haben wir einen guten Tag erwischt.
Andreas Möller
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