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La Hora
+++ Sportzeitung für Ecuador +++

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Der 16.635.800-Credits Junge
Der Transfer des Profis Simon Neumann von Osnabrück zu Delfin FC ist perfekt. Wie Delfin FC auf der eigenen Internetseite bekanntgab, unterschrieb Simon Neumann einen langfristigen Vertrag, der dem 19-Jährigen jede Saison eine runde Summe einbringen soll. Delfin FC muss für den Spieler 16.635.800 Credits Ablöse an Osnabrück überweisen.

"Ich bin stolz, hier zu sein", sagte Simon Neumann, der noch heute auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden soll. Durch die Verpflichtung des zweikampfstarken Spielers sind die Transferaktivitäten bei Delfin FC noch nicht abgeschlossen. Doch etwas konkretes war heute vom Management des Teams nicht zu erfahren.
Rainer Eisenschuh
21.07 21:23

Greger Bjorklund unterschreibt bei Atletico Enelec
Eine gut informierte Netz-Zeitung berichtete gestern auf ihrer Seite, dass der Transfer des Spielers Greger Bjorklund von Djurgarden FF zu Atletico Enelec unmittelbar bevorstehen würde. Inzwischen sieht es eher so aus, dass der Fussballer ganz sicher seine Zelte bei Atletico Enelec aufschlagen wird.

Die Teammanager der beiden Teams sollen sich bei einem Treffen auf eine Transfersumme von 24.479.600 Credits verständigt haben.

Für Greger Bjorklund gibt es im Djurgarden FF-Trikot keine Zukunft mehr. Der Spieler fiel in Ungnade, da er in der letzten Saison mehr durch Eskapaden neben, als durch gelungene Aktionen auf dem Platz Schlagzeilen machte. Beim Djurgarden FF-Teammanager hat der Ballzauberer keine guten Karten: "Ich habe nicht das Gefühl, dass er wieder der Spieler werden will, der er einst war".

Greger Bjorklund erntet ob seines Übergewichts derzeit ziemlich viel Hohn und Spott in den Medien, wird als Dickerchen bezeichnet. Djurgarden FF äußerte gestern jedoch großes Interesse, den 29-Jährigen ehrenvoll zu verabschieden. Zu groß seien seine Verdienste um die Erfolge des Klubs in der jüngeren Vereinsgeschichte.
Rainer Eisenschuh
26.04 08:59

Meister JipiJapa mit Problemen in Macara
Erst sehr spät im Spiel konnte sich Noch-Meister Real Jipijapa im Ligaspiel beim Tabellendritten Real Macara durchsetzen. Den entscheidenden Treffer zum 0:1-Endstand erzielte der türkische Mittelfeldstar Vecihi Kirintili in der 88. Minute und ließ damit seinem Coach mehrere Steine vom Herzen fallen.
Als absolut verdient bezeichnete Macara-Coach Ekström den Gästesieg, haderte aber doch ein klein wenig mit dem späten Gegentreffer. "Keine Frage, der Sieg der Gäste ist verdient, Glückwunsch an meinen Trainerkollegen Helmut Körschgen. Wir hatten uns rein ergebnistechnisch Nichts erwartet von diesem Spiel, aber meine Mannschaft hat sich tapfer gewehrt und ich hätte mich für die Jungs gefreut, wenn sie sich mit einem Punkt hätten belohnen können", so Ekström nach der Partie.
Auf der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich Macaras Coach dann jedoch deutlich unzufriedener. Er betonte nochmals, dass der Gästesieg absolut verdient und er mit der Leistung seiner Mannschaft vollkommen zufrieden sei. Enttäuscht sei er jedoch einmal mehr vom Zuschaueraufkommen, das einem Gastspiel des amtierenden Meisters nicht würdig gewesen sei, jedoch eines der großen Probleme Macaras exakt wider spiegele, weshalb er kurzfristig einen Meinungsaustausch mit dem Vorstand von Real Macara haben werde. Weiter wollte sich Ronnie Ekström nicht dazu äußern.
Wir sind gespannt auf diesen Meinungsaustausch und werden für unsere Leser darüber berichten.

La Hora
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Gescheitert - extrem bitteres Aus für Macara in der AL
Es läuft die obligatorische PK nach dem AL-Spiel zwischen Real Macara und Monarcas Colima. Die Hausherren hatten die Partie trotz einiger personeller Probleme mit 1:0 gewonnen und ein zufriedener Coach Ronnie Ekström bekommt plötzlich einen Wutanfall, den sich zunächst niemand der Anwesenden erklären kann, bis ein Blick auf die eingeblendete Abschlusstabelle der Gruppenphase die Erklärung liefert.
Real Macara wird auf Platz 3 geführt und ist somit in der Amerika-Liga wie schon im Vorjahr nach der Gruppenphase ausgeschieden. Und genau das sorgte für Ärger und Unverständnis bei Ekström.
"Ich ging davon aus, dass wir als Gruppenzweiter in die K.O.-Runde eingezogen sind nach unserem Sieg gegen Colima. Demzufolge war ich völlig perplex, als plötzlich Real Iquitos auf Platz 2 erschien, denn wir hatten ja den direkten Vergleich gewonnen. Aber ich musste dann feststellen, dass doch alles mit rechten Dingen zuging, da ja auch Atletico Jalapa noch punktgleich war und somit alle Spiele zwischen Jalapa, Iquitos und Macara in die Wertung kamen. Wir hatten 1:2 gegen Jalapa verloren und gegen Iquitos 2:1 gewonnen und die Partie zwischen Jalapa und Iquitos endete 4:3 für Iquitos, so dass alle drei Teams aus den direkten Vergleichen je drei Punkte geholt und auch jeweils dieselbe Tordifferenz erzielt hatten. Somit mussten die erzielen Auswärtstore entscheiden und da standen Jalapa und Iquitos eben besser da als wir", äußerte sich ein frustrierter Ronnie Ekström.
"Es ist natürlich extrem bitter, so auszuscheiden und ich sehe das auch als schlechte Lösung. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir auch keine andere - zumindest keine bessere - Lösung einfällt. Meine Mannschaft ist natürlich sehr niedergeschlagen, denn die Spieler sehen natürlich auch, dass sie mithalten konnten mit den Top-Teams der anderen Ligen. Aber trotz aller Enttäuschung über unser Ausscheiden gratuliere ich den Teams von Jalapa und Iquitos zum Weiterkommen in der AL und wünsche ihnen alles Gute", so Ekström weiter. Und abschließend zum Thema Ausscheiden in der AL: "Wir sind so knapp ausgeschieden, wie es nur möglich war und waren nicht wirklich schlechter als unsere Konkurrenten. Natürlich kann man über die nicht gewonnenen Spiele nun diskutieren, aber das halte ich für nicht angebracht. Im Gegenteil, ich denke dass beispielsweise unser Unentschieden in Montevideo bei Nacional eher glücklich als verdient war. Nein, ich denke wir tun gut daran, jetzt nicht jedes einzelne Spiel zu hinterfragen, sondern die Situation so zu akzeptieren wie sie nunmal ist und weiter an uns zu arbeiten, um nächste Saison noch stärker auftreten zu können."

Die Frage nach einer Zwischenbilanz zum Ende der Hinrunde beantwortete der Macara-Coach so: "Natürlich überwiegt so kurz nach der Entscheidung die Enttäuschung über das Ausscheiden in der AL. Aber insgesamt haben wir eine sehr gute Hinrunde gespielt. Wir haben in den AL-Spielen gezeigt, dass wir mit der Konkurrenz aus den anderen Ländern durchaus mithalten können. Und in der Liga haben wir uns bislang Platz 4 erobert, eine sehr gute Leistung meines Teams. Der 3:2-Auswärtssieg gegen Delfin FC zum Hinrunden-Abschluss war noch ein sehr versöhnlicher Abschluss, damit durften wir nicht unbedingt rechnen. Unser Saisonziel in der Liga ist Platz 4-6 und da liegen wir also sehr gut im Rennen. Im Pokal sind wir auch noch dabei, nachdem wir per Freilos bis ins Achtelfinale vorgedrungen sind. Alles in allem bin ich bisher zufrieden, auch wenn wir in der AL unser Saisonziel, das Erreichen der K.O.-Runde, ganz knapp verpasst haben."
Zuletzt fragten unsere Reporter noch, ob Ekström seine vorzeitige Vertragsverlängerung in Macara vielleicht bereue - seine Antwort: "Das ist doch völliger Quatsch, Leute. Nein, ich bereue gar Nichts. Ich mache meine Entscheidung über Verträge nicht von einzelnen Ergebnissen abhängig, sondern davon, wie das Gesamtpaket aussieht und ob ich mich bei meinem Klub wohl fühle und ob mir der Vorstand noch genügend Vertrauen entgegen bringt. Das Gesamtpaket bei Real Macara ist sehr gut, ich fühle mich hier sowohl im Klub als auch in der Stadt sehr wohl und das Verhältnis zum Vorstand ist exzellent. Und somit gibt es für mich nicht den geringsten Grund, meine Vertragsverlängerung zu bereuen - im Gegenteil, ich freue mich, langfristig hier bleiben zu können und das Aus in der AL spornt mich nur noch mehr an, das Team für die nächste Saison noch besser zu machen."

La Hora
+++ Sportzeitung für Ecuador +++


Neues Stadion für Rocafuerte FC
Nach einem Jahr Bauzeit ist die neue Rocafuerte FC-Arena mit einer Kapazität von 59.000 Plätzen nun fertig gestellt worden. Die Kosten für das Stadion, dessen Bau wegen Anwohnerprotesten eine Weile geruht hatte, belaufen sich auf 99.999.848 Credits. Das alte Rocafuerte FC-Stadion wird zukünftig dem Freizeit- und Breitensport zur Verfügung stehen.
Rainer Eisenschuh
03.06 12:37

Atletico Enelec und Dublin United klären die letzten Transferdetails
Eine gut informierte Netz-Zeitung berichtete gestern auf ihrer Seite, dass der Transfer des Spielers Isaac Townsend von Dublin United zu Atletico Enelec unmittelbar bevorstehen würde. Inzwischen sieht es eher so aus, dass der Fussballer ganz sicher seine Zelte bei Atletico Enelec aufschlagen wird.

Die Teammanager der beiden Teams sollen sich bei einem Treffen auf eine Transfersumme von 15.785.700 Credits verständigt haben.

Für Isaac Townsend gibt es im Dublin United-Trikot keine Zukunft mehr. Der Spieler fiel in Ungnade, da er in der letzten Saison mehr durch Eskapaden neben, als durch gelungene Aktionen auf dem Platz Schlagzeilen machte. Beim Dublin United-Teammanager hat der Ballzauberer keine guten Karten: "Ich habe nicht das Gefühl, dass er wieder der Spieler werden will, der er einst war".

Isaac Townsend erntet ob seines Übergewichts derzeit ziemlich viel Hohn und Spott in den Medien, wird als Dickerchen bezeichnet. Dublin United äußerte gestern jedoch großes Interesse, den 23-Jährigen ehrenvoll zu verabschieden. Zu groß seien seine Verdienste um die Erfolge des Klubs in der jüngeren Vereinsgeschichte.
Rainer Eisenschuh
04.05 23:08

Ekström wütet nach Aus in der CL-Quali auf der PK
Immer noch wütend über die Leistung des Referee-Teams im Qualifikations-Rückspiel der 1. Runde zur Copa Libertadores legte sich Macara-Coach mit dem CONCACAF an.
"Wir sind hier und heute ganz klar verpfiffen worden. Die Leistung der Unparteiischen kann man nur als Nicht-Leistung bezeichnen. Ganz offensichtlich will man beim Verband nicht, dass ein Klub aus Ecuador weiter kommt. Das waren heute keine Unparteiischen, die das Spiel angeblich geleitet, in Wirklichkeit aber klar verpfiffen haben, sondern das waren der 12. bis 14. Mann der Cincinnati Royals. Dass wir das Hinspiel verloren haben, war völlig ok, da waren wir mit einem 0:1 sogar noch sehr gut bedient. Aber heute waren wir eindeutig die bessere Mannschaft, sollten aber ganz offensichtlich nicht weiter kommen. Ich bin stinksauer und wenn das diese Saison in der Amerika-League auch wieder so läuft, werden wir in der nächsten Saison nicht mehr international antreten. Wir werden die Spiele dann verweigern und die Greise beim CONCACAF können dann gerne mal nach Macara kommen - ich kann allerdings nicht dafür garantieren, dass sie dann auch wieder unversehrt zu Hause ankommen werden.
Hier geht’s nur um die Gelder für den Verband und darum, welche Klubs diesen halbblinden Flachzangen, die in den Verbandsgremien sitzen, am meisten Geld einspielen. Die sportliche Seite juckt da doch schon längst niemanden mehr. Und wenn das so ist, dann machen wir einfach von Haus aus nicht mehr mit. Wir können schon verlieren, und dass wir für die Copa nicht stark genug sind, wissen wir schon auch selbst - aber wir lassen uns nicht mehr länger mit solch offensichtlichen und lächerlichen Aktionen wie heute vereiern. Das haben wir dann auch nicht nötig. Dann verzichten wir lieber auf die internationalen Spiele und brauchen dafür nicht diese korrupte Funktionärsbande kostenlos in unser Stadion lassen und auch noch kostenfrei verköstigen. Dann sollen sie sich ihre fetten Wänste bei anderen Klubs vollstopfen. Und das wars für heute von mir auf dieser Pressekonferenz. Wenn Sie noch Fragen zum Spiel haben, wenden Sie sich am besten direkt an die charakterlosen Versager, die sich Schiedsrichter nennen dürfen. Ich habe zu diesem Spiel nichts zu sagen, denn dass wir absichtlich verpfiffen wurden, hat jeder im Stadion und an den Fernsehern selbst sehen können, das muss ich nicht auch noch kommentieren. Ich danke für die Aufmerksamkeit und wünsche noch einen guten Tag", verabschiedete sich Macara-Coach Ekström und verließ die PK unter erheblichem Raunen der übrigen Anwesenden.
Wir sind sehr gespannt, wie der Verband auf diese mehr als deutlichen Worte Ronnie Ekströms reagieren wird. Eine Strafe dürfte wohl unausweichlich sein, allein das Strafmaß bleibt abzuwarten. Jedenfalls wurden die Verbands-Funktionäre noch nie so deutlich und massiv angegriffen wie heute.

La Hora
+++ Sportzeitung für Ecuador +++


Ekström verlängert bei Real Macara
Positive Nachrichten vermeldete in der heutigen PK nach der Partie gegen Deportivo Canar der Vorstand von Real Macara. Nach kurzem Gedankenaustausch haben sich der Klub und Teammanager Ekström auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt und den ohnehin noch eine Saison laufenden Vertrag verlängert. Danach bleibt Ronnie Ekström zwei weitere Saisons in Macara und wird seine bisherige durchaus erfolgreiche Arbeit fortführen.
Gerade auf dem Posten des Teammanagers sei Kontinuität ein ganz wichtiger Faktor, so Klubboss Miller Salazar. Und da er die bisherige Zusammenarbeit rundherum nur positiv bewerten könne, so Salazar weiter, sei es ihm ein besonderes persönliches Anliegen gewesen, den Vertrag mit Ekström zu verlängern.

La Hora
+++ Sportzeitung für Ecuador +++


Bitteres Aus in der CL-Quali für Real Macara
Fast wäre Real Macara die Überraschung geglückt, den Top-Favoriten San Jose Clash in der ersten Qualifikationsrunde zur Copa rauszukegeln. Nach dem etwas glücklichen 0:0 vor Wochenfrist in San Jose zeigte Real Macara im Rückspiel vor eigenem Publikum eine starke Leistung und brachte den Favoriten zum Wanken.
Schon früh gingen die Gäste aus San Jose in Führung. Einen Abstimmungsfehler in der Real-Abwehr nutzte Noe Varela eiskalt zum 0:1 in der 13. Minute aus. Doch wer dachte, nun würde Macara unter gehen, sah sich sehr schnell getäuscht. Die Ekström-Elf gab alles und übernahm nach und nach immer mehr das Kommando. Allerdings stand San Jose hinten souverän und ließ kaum einmal etwas zu und so blieb es zur Pause beim 0:1.
Nach dem Seitenwechsel kam Real dann nochmal deutlich besser ins Spiel und drückte vehement auf den Ausgleich. Die Clashs hatten nun erhebliche Probleme und kamen öfter in Verlegenheit, als ihnen lieb sein konnte. Doch erst in der 72. Minute brach Clément Middag den Bann und glich zum 1:1 für die Hausherren aus. Macara versuchte nun alles, den noch benötigten zweiten Treffer zum Weiterkommen in die zweite Qualifikationsrunde zu erzielen. Doch natürlich hat San Jose eine sehr, sehr hohe Qualität in der Mannschaft und wehrte sich nun wieder spürbar mehr gegen die Angriffe von Real und so bliebs letztlich beim 1:1-Unentschieden.
Da das Hinspiel in San Jose bekanntlich 0:0 endete, zog somit San Jose aufgrund der Auswärtstore-Regelung in die nächste Runde ein, Real Macara wird dann in der Amerika-Liga antreten.
Real-Coach Ekström nach dem Spiel: "Trotz unseres knappen und etwas bitteren Ausscheidens herzlich Glückwunsch an Rene Schmeier und seine Truppe. Alles in allem waren sie noch ein Stück zu stark für uns und sind verdient weiter gekommen. Aber wir haben gezeigt, dass der Abstand zu den Top-Teams nicht mehr so riesig ist und wir langsam näher kommen. Und obwohl wir ausgeschieden sind in der CL-Quali bin ich sehr zufrieden mit der Leistung, die meine Jungs in den beiden Partien gegen den klaren Favoriten San Jose gezeigt haben. Wir freuen uns nun auf die Amerika-Liga und hoffen, dass wir dort diesmal etwas mehr Erfolg haben werden als letzte Saison und in die K.O.-Phase einziehen können."

La Hora
+++ Sportzeitung für Ecuador +++


Resümee von Real Macaras Teammanager
Kurz vor Beginn der neuen Saison konnten unsere Berichterstatter wieder ein Gespräch mit Macara-Teammanager Ekström führen. Er äußerte sich zur abgelaufenen Saison, aber auch zu seiner persönlichen Situation und blickte auf die bevorstehende Runde.

L.H.: Herr Ekström, vielen Dank, dass Sie sich wieder für uns und die Fußballfans hier Zeit nehmen. Sie haben die erste Saison in Ecuador hinter sich gebracht - wie geht’s Ihnen?

R.E.: Sehr gerne. Ich hatte es ja schon nach meiner Ankunft hier gesagt - ich wurde hier sehr nett empfangen und großartig aufgenommen - von den Fans, den Spielern, den Vereinsverantwortlichen und auch von meinen Trainerkollegen hier. Daran hat sich auch Nichts geändert.
Und so fühle ich mich sehr wohl hier. Ich freue mich, den Schritt hierher getan zu haben, es war die richtige Entscheidung. Mir gefällt das Leben hier, ich mag die Menschen und das Land, es ist einfach schön, hier zu sein.

L.H.: Wie bewerten Sie die vergangene Saison?

R.E.: Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Durch entsprechendes Training kam der Kader relativ schnell auf Konditionswerte, wie ich sie mir vorstelle und von meinen Spielern erwarte.
Dadurch konnten wir dann auch früher als ich zunächst dachte zum normalen Trainingsprogramm über gehen, das beim mir so weit nur irgendwie möglich aus Technik-Training mit Ball besteht. Insgesamt hat sich der Kader so weiter verbessert und ist jetzt ein Stück weit stärker als noch zur Winterpause.

L.H.: Und wie sind Sie mit der sportlichen, sprich ergebnis-bezogenen, Seite zufrieden?

R.E.: Ja, auch da bin ich nicht unzufrieden. In der Liga konnten wir uns etwas steigern, waren zwischendurch eine Zeit lang Vierter und konnten uns am Ende Platz 6 und damit die CL-Qualifikationsteilnahme sichern. Damit bin ich sehr zufrieden.
Im Pokal hatten wir aufgrund des Modus, dass nur die Erstligisten diesen Wettbewerb austragen, leider nur zwei Spiele. Ich war in beiden Spielen mit der gezeigten Leistung zufrieden. CD Aucas war schlicht und ergreifend einfach noch zu stark für uns und hat verdient gewonnen, aber ich war trotz unseres Ausscheidens mit dem Spiel meiner Elf zufrieden.
In der America-Liga hatten wir ein wenig Pech gepaart mit eigenem Unvermögen und sind letztlich nicht unverdient ausgeschieden. Da will ich meinen Spielern jetzt zwar keine großen Vorwürfe machen deshalb, aber da wäre schon ein wenig mehr drin gewesen und so kann ich hier nicht ganz zufrieden sein, wenngleich ich nicht direkt unzufrieden bin.

L.H.: Sie haben den Kader mit einigen Transfers erweitert und verstärkt, obwohl Sie seinerzeit sagten, hier erstmal zurückhaltend agieren zu wollen.

R.E.: Ja, das ist richtig. Allerdings muss ich auch sagen, dass das so tatsächlich nicht geplant war. Das Transfergeschehen hat sich ein klein wenig verselbständigt, da plötzlich zahlreiche für uns interessante Spieler auf dem Markt waren. Deshalb haben wir da wo wir Bedarf hatten dann auch auf dem Transfermarkt zugeschlagen.

L.H.: Der Kader entspricht jetzt also Ihren Vorstellungen - wie siehts mit weiteren Neuzugängen aus?

R.E.: Da auch in Macara das Geld nicht auf den Bäumen wächst, sind erstmal keine weiteren Transfers geplant. Mit der Zusammensetzung des Kaders bin ich grundsätzlich zufrieden, aber man strebt natürlich immer weiter nach oben und will den Kader immer noch stärker haben. Insofern haben wir natürlich noch ein paar Baustellen, aber die drücken uns jetzt noch nicht.

L.H.: Und wie sieht es mit Nachwuchsspielern aus den eigenen Reihen aus?

R.E.: Ja, das ist in der Tat ein recht großes Problem, das wir noch in dieser Saison angehen werden. Allerdings müssen wir uns dazu noch Gedanken machen, wie wir da vorgehen wollen, denn der Jugendbereich lag jetzt doch über einige Zeit ziemlich brach.

L.H.: Wie sehen Ihre Ziele für die neue Saison aus?

R.E.: Ich bin kein Freund großer Sprüche, mag aber auch das oftmals übertriebene Understatement nicht. Daher versuche ich immer, die Ziele möglichst hoch, aber trotzdem realistisch anzusetzen.
In der Liga wollen wir wieder unter die Top 6 kommen, im Pokal gebe ich prinzipiell keine Ziele aus, denn da hängt viel zu viel vom Losglück und der Tagesform ab. International gilts natürlich erstmal abzuwarten, wo wir spielen - in der Copa oder in der Amerika-Liga.
Ansonsten ist es mein Ziel, die Spieler auch diese Saison wieder ein Stück weit besser zu machen und so die Kaderstärke für die nächste Saison erneut zu erhöhen, um eines Tages dann auch mal realistisch um Titel mitspielen zu können.

L.H.: Sie wirken nicht nur insgesamt recht relaxt, sondern gerade beim Thema Titelgewinne insbesonders. Ist Ihnen egal, ob Sie Titel gewinnen?

R.E.: Natürlich will ich auch Titel gewinnen. Aber Titel kann man auf zwei Arten gewinnen - schnell in kurzer Zeit und dabei den Klub vor die Wand fahren, oder durch gezielte Aufbauarbeit, was jedoch natürlich deutlich länger dauert.
Ich bevorzuge die zweite Variante und deshalb sehe ich das Thema Titelgewinne auch relativ gelassen. Viel wichtiger ist mir die stete Entwicklung des Kaders und des Klubs. Und wenn der Vorstand die nötige Geduld aufbringt, werden wir auch Titelgewinne feiern können. Aber da mache ich mir keinen Druck und lasse mich auch nicht unter Druck setzen.

L.H.: Herr Ekström, Ihr Kollege Kevin Boger hat bei Real Quito Schluss gemacht und der Klub ist noch auf der Suche nach einem Nachfolger. Angeblich wurden Sie bereits kontaktiert. Wechseln in die Hauptstadt?

R.E.: Dazu kann ich mit absolut reinem Gewissen sagen, dass es bis heute absolut keinerlei Kontakt zwischen Real Quito und mir gegeben hat. Und ich beschäftige auch keinen Berater, mit dem man hätte Kontakt aufnehmen können. Ich kümmere mich um meine Vertragsangelegenheiten selbst. Und ich habe derzeit absolut kein Interesse an einem Vereinswechsel. Ich wünsche real Quito viel Erfolg bei der Trainersuche, aber ich werde definitiv meinen Vertrag hier in Macara erfüllen - mindestens, aber ich kann mir auch sehr gut vorstellen, hier zu verlängern.

L.H.: Dann sagen wir nun vielen Dank für dieses Gespräch und Ihre Zeit, alles Gute für die neue Saison.

Es scheint, als habe Ecuador mit Ronnie Ekström wieder einen entspannten Teammanager gewonnen, der nicht nur an kurzfristigen Erfolgen interessiert ist, sondern für nachhaltige Arbeit steht. Hoffen wir, dass auch Real Quito einen guten Teammanager finden wird.

La Hora
+++ Sportzeitung für Ecuador +++


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Er hat's dann nochmal versucht, zu probieren.
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