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2. Bundesliga | 13. Spieltag | 29.09.26 | TuS Hordel - Sievershäger SV 0:3 Der Sievershäger SV gewann am Dienstagabend mit 3:0 (2:0) bei TuS Hordel und stellte die Weichen früh. Gerade einmal sechs Minuten waren gespielt, als Tomas Riedel nach Vorarbeit von Richard Stumpf traf. Die Gäste hatten bis dahin bereits mehrfach den Abschluss gesucht. Der Treffer war also weniger Überraschung als die logische Fortsetzung eines Starts, bei dem Sievershäger den Gastgebern offenbar nicht einmal Zeit lassen wollte, ihre Sitzordnung auf dem Platz zu klären. "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir nicht zum Besichtigen des Stadions angereist sind", sagte Sievershäger-Trainer Foll Fosten nach dem Spiel. "Das hat ganz gut funktioniert." Gut ist dabei eine bescheidene Beschreibung. In der elften Minute legte Jannis Bach nach, erneut war Stumpf der Vorbereiter. Bach, der schon zuvor gefährlich aufgetaucht war, schloss damit eine furiose Anfangsphase der Gäste ab. Hordel mühte sich, fand aber zunächst nur selten den Weg in Richtung Kevin Vogts Tor. Jason Maass und Fjodor Koroljuk kamen zwar zu Abschlüssen, doch der Ball wollte an diesem Abend partout keine Bekanntschaft mit dem Netz machen. Auf den Rängen entwickelte sich derweil ein Dialog, der stellvertretend für die Stimmung stand. "Das ist noch nicht vorbei", sagte ein Hordeler Fan neben der Pressetribüne. Sein Sitznachbar blickte auf die Anzeigetafel und antwortete: "Nein. Aber es sieht gerade so aus, als hätte Sievershäger das Drehbuch." Die Zahlen unterstützten diese Einschätzung. Sievershäger kam auf 17 Torschüsse, Hordel auf lediglich fünf. Auch beim Ballbesitz lagen die Gäste vorn: 56,41 Prozent standen 43,59 Prozent gegenüber. Dazu gewann der SV mit einer Zweikampfquote von 55,99 Prozent mehr Duelle als die Gastgeber, die bei 44,01 Prozent landeten. Hordel versuchte es mit offensiver Ausrichtung, langen Bällen und Kontern. Das klingt auf dem Papier nach einem Plan. Auf dem Rasen wirkte es phasenweise eher wie eine höfliche Bitte an den Zufall. Trainerin Ute Finkeldy versuchte, ihre Mannschaft in der Pause neu zu sortieren. "Wir wollten mutiger werden und schneller nach vorne spielen", sagte sie später. "Leider war Sievershäger in den entscheidenden Momenten wacher. Und wir waren bei den zweiten Bällen ungefähr so konsequent wie ein müder Wecker." Immerhin: Hordel gab sich nicht auf. Koroljuk suchte in der 66. Minute erneut den Abschluss, Christian Engelhardt versuchte es neun Minuten später ebenfalls. Doch Sievershäger blieb die gefährlichere Mannschaft und kontrollierte das Geschehen mit ausgewogenem Passspiel, sicherem Abschlussverhalten und einer offensiven Grundhaltung, die über die gesamte Partie hinweg erkennbar blieb. In der 73. Minute machte Bach endgültig alles klar. Nach Vorlage von Lasse Breuer erzielte der 21-Jährige seinen zweiten Treffer des Abends und den dritten für seine Mannschaft. Hordels Abwehr war damit endgültig vor die Frage gestellt, ob man an diesem Abend eigentlich noch zurückkommen oder nur noch Schadensbegrenzung betreiben wollte. "Zwei Tore sind schön", sagte Bach mit einem Grinsen. "Aber wichtiger ist, dass wir als Mannschaft so konsequent geblieben sind." Das blieb sie bis zum Schlusspfiff. Sievershäger nahm drei Punkte mit, Hordel reichlich Arbeit für die kommenden Trainingseinheiten. Und die Erkenntnis, dass 27.481 Zuschauer zwar für eine prächtige Kulisse sorgen - Tore schießen sie allerdings nicht. 30.09.2026 07:56 |
Sprücheklopfer
Wenn sie mich heute Scheiße fragen, wissen Sie auch nicht, ob Sie morgen noch ihren Job haben.
Andreas Brehme nach einer Niederlage auf die Frage, ob er glaubt, am nächsten Tag noch Trainer des 1.FC Kaiserslautern zu sein.[t]Andreas Brehme