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2. Bundesliga | 34. Spieltag | 21.10.26 | Weiler im Allgäu - TSV Rosenheim 3:0 Der 30-jährige Mittelfeldspieler erzielte alle drei Treffer. Ein Hattrick zum Kehraus - manche Spieler sammeln am letzten Spieltag noch einmal Kräfte für den Urlaub, Erskine sammelte Tore. "Ich wollte eigentlich nur einen ruhigen Abend", sagte er angeblich nach der Partie. "Dann lag der Ball dreimal so freundlich vor mir. Da wäre es unhöflich gewesen, nicht zu schießen." Rosenheim begann allerdings keineswegs wie ein Team, das sich freiwillig zum Statisten degradieren wollte. Pascal Köhler prüfte bereits in der dritten Minute die Weiler Defensive, drei Minuten später antwortete Dimas Allegri. Köhler legte in der siebten Minute nach, Santiago Penas versuchte es kurz darauf ebenfalls. Der TSV hatte in der Anfangsphase durchaus Zug zum Tor - nur fehlte am Ende das, was im Fußball gelegentlich hilfreich ist: ein Treffer. Weiler spielte offensiv über die Flügel, blieb dabei aber geduldig. Der Ballbesitz lag sogar leicht bei Rosenheim: 54,51 Prozent gegenüber 45,49 Prozent der Gastgeber. Eine hübsche Erinnerung daran, dass Ballbesitz nicht automatisch bedeutet, dass man weiß, was man damit anfangen soll. Weiler brachte es auf 23 Torschüsse, Rosenheim auf sechs. Die Statistik hatte damit bereits früh eine klare Meinung. In der 19. Minute war es so weit. Nick Scherer bediente Erskine, der zum 1:0 traf. Die Zuschauer waren kaum mit dem Jubel fertig, da begann Rosenheim bereits wieder, dem Ball hinterherzulaufen. "Wir hatten den Ball öfter", hätte ein Rosenheimer Spieler in der Kabine wohl trocken festgestellt. "Leider war er nicht besonders kooperativ." Weiler blieb am Drücker. Jürgen Linke, Erskine und Kevin Hübner sorgten weiter für Unruhe, während Rosenheim trotz offensiver Ausrichtung nur sporadisch gefährlich wurde. In der 44. Minute schlug Erskine erneut zu - wieder nach Vorarbeit von Scherer. 2:0 zur Pause. Trainer Mino Raiola soll seinen Spielern in der Kabine zugerufen haben: "Nicht nachlassen. Der Gegner hat noch Hoffnung, und Hoffnung ist im Fußball bekanntlich sehr hartnäckig." Ob der Satz genau so gefallen ist, bleibt offen. Die Wirkung war jedenfalls sichtbar. Kurz nach dem Seitenwechsel machte Weiler aus einem guten Abend einen sehr guten. In der 54. Minute vollendete Erskine seinen Hattrick, diesmal nach Zuspiel von Michel Hierro. 3:0, die Messe war gelesen. Rosenheim hatte mehr vom Ball, Weiler mehr vom Spiel - eine Konstellation, die Trainer gerne "reif" nennen und Gegner eher "ärgerlich". Raiola nutzte die Stunde für mehrere Wechsel. Unter anderem kamen Juergen Berg, Bernardo Yanez und Michel Hierro ins Spiel beziehungsweise wurden neu sortiert; Weiler blieb dabei gefährlich. Yanez tauchte mehrfach vor dem Tor auf, Allegri und Linke feuerten weiter. Rosenheim kam durch Köhler in der 80. Minute noch einmal zum Abschluss, doch der Ehrentreffer blieb aus. Am Ende stand ein verdienter 3:0-Erfolg. Weiler gewann zudem 56,84 Prozent der Zweikämpfe und zeigte jene Mischung aus Konsequenz und Ruhe, die man sich zum Saisonfinale wünscht. Rosenheim hatte den Ball, Weiler hatte Erskine. Und manchmal ist das bereits die gesamte Fußballmathematik. 21.10.2026 23:27 |
Sprücheklopfer
Der sagt zu allem irgendwas. Stoßen in Tschechien zwei Spieler mit dem Kopf zusammen, weiß er, dass das in Leverkusen 1934 auch schon passiert ist.
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